Die Wallonische Regierung hat bis zum 31. Dezember 2027 die Labelisierung von 21 Kompetenzzentren erteilt. Die Labelisierung der Kompetenzzentren (CDC) ist weit mehr als ein Verwaltungsakt. Sie ermöglicht eine klare Bilanz der durchgeführten Maßnahmen und bestätigt das Bestehen eines soliden Netzwerks, das innovieren und den wirtschaftlichen und sozialen Erwartungen entsprechen kann. Vor allem aber markiert sie eine Wende: Das Label wird zu einem echten Hebel für Anforderungen und Ergebnisse.
Wie der Minister betont: „Die Kompetenzzentren sind insgesamt solide und befinden sich in einer positiven Dynamik. Die Mehrheit der Zentren weist eine positive Bilanz auf, ihre Arbeit wird anerkannt. Aber heute reicht das nicht mehr aus: Sie müssen weiter gehen, schneller, und mit einer direkten Auswirkung auf die Beschäftigung. Die Labelisierung geht künftig mit übergreifenden, aber auch zentrumsspezifischen Empfehlungen einher. Deren Umsetzung entscheidet über den Erhalt des Labels. Meine Botschaft ist klar: Das Label ist kein Besitzstand mehr, es ist ein Engagement. Ein Engagement, sich weiterzuentwickeln, sich anzupassen und messbare Ergebnisse zu erzielen, gegebenenfalls mit Zwischenevaluierungen.“
Die übergreifenden Empfehlungen gliedern sich in drei strukturierende Achsen:
- Ein effizienteres und zugänglicheres Ausbildungsangebot: das Angebot für Arbeitssuchende ausbauen, den Zugang erleichtern, stärker modularisieren und zertifizieren, bestimmte Bildungswege beschleunigen, Auffrischungskurse entwickeln, technologische und pädagogische Innovationen (KI, XR, Hybridisierung…) vollständig integrieren;
- Stärkere und operationellere Partnerschaften: Praktiken besser teilen, die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren strukturieren, die Verbindungen zu Unternehmen, Forschung und Innovation stärken, gemeinsam Bildungswege entwickeln und Ausstattung und Ressourcen gemeinsam nutzen;
- Eine anspruchsvollere und transparentere Steuerung: ergebnisorientiert steuern, die Überwachung der Indikatoren verstärken und eine rigorose Verwendung der öffentlichen Mittel gewährleisten.
Jedes Zentrum muss zudem einer operationellen Roadmap mit einem klaren Ziel folgen: sich schrittweise zu echten spezialisierten Branchenzentren zu entwickeln, die Säulen der Exzellenz, Innovation und gemeinsamen Nutzung von Ausstattung sind.
Diese Reform zielt darauf ab:
- Konkret auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes und den Fachkräftemangel einzugehen;
- Das Ausbildungssystem kohärenter, verständlicher und leistungsfähiger machen, unter anderem durch die gemeinsame Nutzung von Ausstattung und die Ergänzung zwischen den Akteuren.
„Die Labelisierung der Kompetenzzentren ist mehr als eine Formalität. Sie ist an eine klare Roadmap, an präzise Empfehlungen und an messbare Ergebnisse gebunden, um zu gewährleisten, dass die Kompetenzzentren vollständig auf die wirtschaftlichen, sektoralen und territorialen Bedürfnisse ausgerichtet bleiben und wirksam zur beruflichen Eingliederung, insbesondere von Arbeitssuchenden, beitragen. Es geht um die Kohärenz der öffentlichen Politik, um Verantwortung im Umgang mit den Mitteln und um eine reale Auswirkung auf die Beschäftigung in der Wallonie“, freut sich Pierre-Yves Jeholet.
Mit dieser Neulabelisierung stärkt die Wallonische Regierung die Kohärenz der Ausbildungslandschaft und trifft eine klare Entscheidung: automatischen Mechanismen ein Ende zu setzen und konkrete Ergebnisse bei der beruflichen Eingliederung einzufordern.