Minister David Clarinval hat heute einen Königlichen Erlass genehmigt, der die Bestimmungen zur direkten Belieferung mit Lebensmitteln tierischen Ursprungs ändert, als Antwort auf die von den regionalen Akteuren geäußerten Bedürfnisse und die Empfehlungen der Beratungsgremien.
Dieser Erlass stellt einen bedeutenden Fortschritt bei der Förderung des Direktverkaufs von Fischereierzeugnissen, Wildbret sowie Geflügel- und Hasentierfleisch dar, wobei die Lebensmittelsicherheit und die Produktqualität gewährleistet bleiben.
Konkret erleichtern diese Lockerungen den Direktverkauf erheblich und ermöglichen es dem Horeca-Gewerbe, Produkte direkt bei den Erzeugern zu kaufen und zu verwenden. So können beispielsweise Restaurants in der Umgebung von Ostende dank dieser neuen Regelung leichter Ostender Krabben servieren.
Die wichtigsten Änderungen umfassen:
- Direktverkauf und -kauf von Fischereierzeugnissen und Wildbret: Der Erlass erlaubt nun eine erhebliche Erhöhung der Mengen an Fischereierzeugnissen und Wildbret, die Erzeuger direkt an Endverbraucher und lokale Einzelhändler verkaufen können, auch im Gastgewerbe. Diese Maßnahme entspricht der ausdrücklichen Forderung der Regionen und soll eine dynamische lokale Wirtschaft fördern.
- Direkte Belieferung mit Geflügel- und Hasentierfleisch: Gemäß den Empfehlungen des Aktionsplans für kurze Vertriebswege erweitert der Erlass auch die Möglichkeit der direkten Belieferung des lokalen Einzelhandels mit Geflügel- und Hasentierfleisch, das vom Erzeuger auf seinem Betrieb geschlachtet wurde, und bietet so neue Chancen für Erzeuger und lokale Verbraucher.
- Anpassung der amtlichen Kontrollen: Der Erlass sieht auch eine Ausweitung der Orte vor, an denen die amtlichen Kontrollen von angelandeten Fischereierzeugnissen stattfinden können, was den Betreibern und den zuständigen Behörden mehr Flexibilität bietet.
Minister Clarinval betont: „Diese Maßnahmen sind wichtig, um die lokale Wirtschaft anzukurbeln, eine nachhaltige und lokale Produktion zu fördern und das Vertrauen der Verbraucher in die Qualität belgischer Lebensmittel zu stärken.“