Diese Woche hat die PS ihre Idee einer kollektiven Arbeitszeitverkürzung erneut aufgegriffen. Weniger arbeiten für den gleichen Lohn? Was könnte attraktiver sein. Doch hinter diesem verlockenden sozialistischen Angebot verbirgt sich eine hinterlistige Falle für Arbeitgeber, den Staat und… die Arbeitnehmer selbst.
Laut Mathieu Bihet, Föderalabgeordneter, enthält diese Idee nichts Neues und beruht auf einer theoretischen Berechnung, die in der Realität nicht umsetzbar ist. Folgt man dieser Logik, könnte die feste Arbeitsmenge nämlich wie ein Kuchen unter der Anzahl der Arbeitnehmer aufgeteilt werden.
Die Realität ist jedoch weit komplexer. Ein Arbeitnehmer ist in den meisten Fällen nicht durch einen anderen ersetzbar. Das ist umso problematischer, als die Befürworter der 32-Stunden-Woche behaupten, diese Maßnahme werde Arbeitsplätze schaffen.
Letztlich müsste, wenn zwei Arbeitnehmer die Arbeitslast einer einzigen Person übernehmen (wie es derzeit der Fall ist) und dies bei unverändertem Lohn, jemand die Kosten für den zweiten Arbeitnehmer tragen. Die Lohnkosten würden für die Arbeitgeber somit erheblich steigen, was auch unsere Wettbewerbsfähigkeit belasten würde.
Schlimmer noch, der Abgeordnete aus Neupré erinnert daran, dass am Ende die Bürger die Rechnung zahlen werden. Bürger, die in letzter Zeit bereits durch die aufeinanderfolgenden Krisen ausreichend belastet wurden. Der Schutz und die Steigerung der Kaufkraft müssen absolute Priorität haben.
Schließlich scheint es nicht überflüssig, an das Scheitern der 35-Stunden-Woche in Frankreich zu erinnern. Diese Maßnahme führte zum Verlust von Zehntausenden Arbeitsplätzen und zu einer beispiellosen Lohnstagnation.
Wir wiederholen es unermüdlich, unseren Unternehmen fehlt trotz attraktiver Lohnangebote massiv an Personal. Einen solchen Plan vorzuschlagen bedeutet, unser gesamtes wirtschaftliches Gefüge und alle täglichen Anstrengungen zu missachten.
Konzentrieren wir uns stattdessen auf konkrete und vernünftige Reformen, die es uns ermöglichen, in Belgien eine Beschäftigungsquote von 80% zu erreichen.