Die Wallonische Regierung geht einen weiteren Schritt im Kampf gegen die weißen Zonen. An diesem Donnerstag, dem 10. September, hat sie den Start eines neuen Projektaufrufs „Last Mile“ mit einem Höchstbudget von 3 Millionen Euro genehmigt. Ziel: bis zum 30. September 2028 mehr als 1.500 zusätzliche Haushalte anzuschließen.
In vier Jahren hat die Wallonie die digitale Kluft erheblich verringert. Die im Rahmen von Digital Wallonia durchgeführten Maßnahmen haben über mehrere Jahre hinweg zu einem deutlichen Rückgang der weißen Zonen geführt, dank der kombinierten Wirkung der drei vorherigen Projektaufrufe Last Mile, die die Konnektivität von fast 60.000 Haushalten verbessert haben, der Tax-On-Pylons-Vereinbarungen und einer verstärkten Begleitung durch die Agentur für Digitalisierung.
Die Zahl der Haushalte in einer weißen Zone sank somit von fast 120.000 im Juni 2022 auf 22.000 im Juni 2026, also mehr als 1,35 % der wallonischen Haushalte.
Handeln, wo der Bedarf am größten ist
Der neue Aufruf wird vorrangig auf die am schwierigsten anzuschließenden Gebiete abzielen, insbesondere auf Haushalte ohne Festnetzlösung oder mit einer Geschwindigkeit unter 30 Mbit/s. Ziel ist es, die öffentlichen Mittel dort zu konzentrieren, wo der Bedarf am größten ist, in den Zonen, in denen die Betreiber nicht von sich aus investieren und in denen die Bewohner weiterhin durch einen unzureichenden digitalen Zugang benachteiligt sind.
„Wir lehnen ein Ostbelgien... Wallonien mit zwei Geschwindigkeiten ab. Dort, wo der Markt keine Antwort bietet, muss die Wallonie handeln. Unser Ziel ist es, auch den letzten betroffenen Haushalten Zugang zu leistungsfähiger Konnektivität zu ermöglichen“, betont Pierre-Yves Jeholet, Vizepräsident und Minister für Digitalisierung.
Ein gezielter und wirksamer Einsatz
Da jeder öffentliche Euro ein konkretes Ergebnis erzielen muss, wird die Regierung darauf achten, dass die ausgewählten Projekte eine ausreichende Wirkung in Bezug auf angeschlossene Haushalte haben. Sollten die eingereichten Bewerbungen den angestrebten Zielen nicht entsprechen, behält sie sich das Recht vor, kein Projekt auszuwählen.
Der Projektaufruf wird am 10. September gestartet. Bewerbungen können bis zum 15. Oktober eingereicht werden, bevor die ausgewählten Projekte von der Wallonischen Regierung bestätigt werden.
Pierre-Yves Jeholet schließt: « Mit diesem neuen Aufruf „Last Mile“ will die Wallonische Regierung die in den letzten Jahren eingeschlagene Dynamik fortsetzen, um den Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet im gesamten Gebiet zu gewährleisten, auch in den am schwierigsten zu versorgenden Zonen. Ein wesentliches Ziel, um die digitale Kluft weiter zu verringern und dafür zu sorgen, dass der Wohnort niemals ein Hindernis für den Zugang zu Dienstleistungen, wirtschaftlichen Chancen und digitalen Anwendungen des Alltags darstellt.»