An diesem Montag, dem 25. November, hat die Bildungsministerin der Föderation Wallonie-Brüssel ihre französische Amtskollegin empfangen.
Bei diesem bilateralen Treffen sprachen Valérie Glatigny und Anne Genetet über mehrere Themen, die sowohl Belgien als auch Frankreich betreffen, darunter der Lehrermangel und die Lehrerlaufbahn, aber auch der Kampf gegen Radikalismus. Diese Themen werden im Rahmen einer Arbeitsgruppe Gegenstand eines Austauschs bewährter Verfahren sein.
Nach den Morden an den Lehrern Samuel Paty im Oktober 2020 und Dominique Bernard im Oktober 2023 hat das französische Ministerium für Nationale Bildung Maßnahmen gegen Radikalismus an Schulen und Gewalt gegen Lehrkräfte auf den Weg gebracht. Eine Arbeit, an der sich die Föderation Wallonie-Brüssel orientieren möchte, da auch sie mit einem zunehmenden Radikalismus in bestimmten Einrichtungen konfrontiert ist. In diesem Rahmen wird eine erste gemeinsame Arbeitsgruppe zum Thema Radikalismus an Schulen eingerichtet.„In Frankreich wurde beschlossen, dass in den Polizeidienststellen jeweils ein Ansprechpartner benannt wird, um den Schutz des Schulpersonals zu verstärken. Dieser Ansprechpartner dient als bevorzugte Verbindung zu den Schulen für ein wirksameres Vorgehen. Ich möchte mich von dieser Idee inspirieren lassen und prüfen, wie wir sie auch bei uns umsetzen könnten“, erklärte Valérie Glatigny nach dem Treffen.
Mittelfristig sollen weitere bilaterale Gespräche zum Thema Kampf gegen den Lehrermangel folgen. In diesem Zusammenhang zeigt Frankreich Interesse an den Maßnahmen, die in der Föderation Wallonie-Brüssel eingeführt werden, um Quereinsteiger für den Lehrerberuf zu gewinnen und so den Mangel zu verringern.
