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OBSVET: eine Beobachtungsstelle für Tierärzte entsteht

20/03/2024
Kurz gefasst

Willy Borsus gründet OBSVET, eine Beobachtungsstelle mit einem Budget von 248.000 €, um die wallonischen Tierärzte und ihre geografische Abdeckung zu erfassen. Das Instrument wird die Gesundheitsüberwachung des Viehbestands stärken und einen unter Druck stehenden Beruf unterstützen, in Partnerschaft mit der UPV, der Kammer, der ULiège und der AFSCA.

Landwirtschaftsminister Willy BORSUS hat beschlossen, eine Beobachtungsstelle für Tierärzte (OBSVET) einzurichten. Dank dieses Projekts, für das ein Betrag von 248.000 € bereitgestellt wird, wird Wallonien über eine dauerhafte und nachhaltige Kartierung der tierärztlichen Betriebe verfügen, die zum Schutz der wallonischen landwirtschaftlichen Produktion und insbesondere der tierischen Erzeugung beitragen.

Die Welt verändert sich rasend schnell, und die Gesellschaft steht potenziellen Krisen im Bereich der Tiergesundheit und Epidemien gegenüber. In diesem Zusammenhang werden die Verfügbarkeit von Tierärzten, ihre Fähigkeit, auf Notfälle zu reagieren, und die geografische Abdeckung ihrer Dienstleistungen immer entscheidender.

Derzeit gibt es in Wallonien kein Instrument, das uns diese Angaben liefert. Das Projekt OBSVET soll diese Lücke schließen.

OBSVET hat zum Ziel, die Abdeckung im Bereich der Tiergesundheit und der Epidemieüberwachung angesichts des zunehmenden Drucks auf die tierärztlichen KMU in Wallonien aufrechtzuerhalten und zu verbessern. Der Gesundheitszustand des Viehbestands ist ein entscheidender Faktor für die Qualität der tierischen Erzeugnisse und die Rentabilität der wallonischen landwirtschaftlichen Betriebe. Die Einrichtung der Beobachtungsstelle soll eine engmaschige und ständige Überwachung dieser Tiergesundheit gewährleisten und so zur Nachhaltigkeit und Rentabilität unserer landwirtschaftlichen Familienbetriebe beitragen.

Es sei ebenfalls anzumerken, dass das Instrument es ermöglichen wird, Daten über die Verteilung der Tierärzte, ihre Situation und ihre Fähigkeit, auf Notfälle oder dringende Anfragen zu reagieren, zu erheben und zu analysieren. Es ist nämlich festzustellen, dass Tierärzte in den letzten Jahren besonders unter Druck stehen, sei es psychologisch oder administrativ. Die Problematik des schnellen Ausstiegs junger Tierärzte in Wallonien aus der traditionellen Praxis sowie die Zahl der Selbsttötungen sind besonders schwerwiegende Feststellungen. Zudem betonen zahlreiche Studien die Belastung des Tierarztberufs. Dieser Stress, insbesondere in ländlichen Gebieten, kann zu einer Abwendung vom Beruf und zu einer geringeren Qualität der Dienstleistungen für die wallonischen Landwirte führen. OBSVET wird außerdem die Aufgabe haben, Tierärzte zu unterstützen, indem es ihr Wohlbefinden überwacht und Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen identifiziert.

Die Beobachtungsstelle für tierärztliche KMU ist eine entschlossene Initiative, die mehrere Partner zusammenbringt, den Berufsverband der Tierärzte, den frankophonen Regionalrat der Tierärztekammer, die Fakultät für Tiermedizin der Universität Lüttich und die Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette, und die darauf abzielt, mehrere kritische Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Tierarztberuf, der Betriebsführung, der Tiergesundheit und der Fähigkeit zur Intervention im Falle eines Gesundheitsnotstands in Wallonien proaktiv anzugehen.

Willy BORSUS: „Das Projekt OBSVET ist eine konkrete Antwort auf die Herausforderungen des Tierarztberufs in Wallonien, insbesondere im Agrarsektor. Dieses Instrument hat einen vielfältigen Zweck. Aber es zielt klar darauf ab, dabei zu helfen, die geeigneten Maßnahmen zur Erhaltung des Tierarztberufs zu treffen. “

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