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Mathieu Bihet fordert Europa auf, die Versorgungssicherheit bei medizinischen Radioisotopen zu stärken

26/06/2026
Kurz gefasst

Anlässlich des formellen Rates der europäischen Energieminister, der heute in Luxemburg zusammentrat, hat der belgische Föderalminister für Energie, Mathieu Bihet, die Europäische Kommission aufgefordert, die Umsetzung der Ratsschlussfolgerungen zur Versorgungssicherheit bei medizinischen Radioisotopen zu beschleunigen.

Auf Initiative Belgiens und der Niederlande konnte diese Diskussion ein strategisches Dossier wieder auf die Tagesordnung setzen, das die Gesundheit der europäischen Bürger, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die strategische Autonomie der Union betrifft. Diese Initiative wird von zahlreichen Mitgliedstaaten unterstützt, darunter Luxemburg, Frankreich, Portugal, Litauen, Tschechien, Slowenien, Polen, Kroatien, Malta und Rumänien.

„Wenn man über Kernenergie spricht, denkt man oft an die Stromerzeugung. Diese Technologie ist jedoch auch unverzichtbar, um Leben zu retten. Jeden Tag sind Tausende europäische Patienten auf medizinische Radioisotope angewiesen, um Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere schwere Krankheiten zu diagnostizieren oder zu behandeln“, betont Mathieu Bihet.

Jedes Jahr profitieren Millionen von Patienten von den Radioisotopen, die im nuklearen Forschungszentrum SCK CEN in Mol (Belgien) dank des Forschungsreaktors BR2 produziert werden. Im Jahr 2025 trug diese Produktion zur Diagnose und Behandlung von fast 13 Millionen Patienten weltweit bei, ein Rekord in der Geschichte des Reaktors. Eine Leistung, die die strategische Rolle Belgiens in diesem für die Gesundheit wesentlichen Bereich verdeutlicht.

„Belgien nimmt einen führenden Platz in der weltweiten Produktion medizinischer Radioisotope ein und beabsichtigt, weiterhin eine treibende Rolle zu spielen, um eine sichere, zuverlässige und nachhaltige Versorgung zum Nutzen aller europäischen Patienten zu gewährleisten“, bestätigt der Minister.

Unter dem belgischen Vorsitz des Rates der Europäischen Union hatten die Mitgliedstaaten im Juni 2024 einstimmig Schlussfolgerungen angenommen, in denen die Europäische Kommission aufgefordert wurde, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Versorgungssicherheit bei medizinischen Radioisotopen zu stärken und die europäische Führungsrolle in diesem strategischen Sektor zu bewahren.

Zwei Jahre später ist Belgien der Ansicht, dass es an der Zeit ist, diese Verpflichtungen in konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Belgien erinnert insbesondere daran, dass die langfristige Versorgungssicherheit auf wirtschaftlich tragfähigen Marktbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette beruht. Diese müssen es den Betreibern ermöglichen, die für den Erhalt, die Modernisierung und die Erneuerung der Produktionskapazitäten notwendigen Investitionen und Kosten zu decken, um die Nachhaltigkeit dieses Sektors zu gewährleisten.

„Kein Patient sollte aufgrund einer unzureichenden Versorgung mit medizinischen Radioisotopen auf eine Behandlung verzichten müssen. Angesichts einer Nachfrage, die in den kommenden Jahren stark zunehmen wird, müssen wir die Widerstandsfähigkeit der gesamten Wertschöpfungskette stärken und die notwendigen Investitionen sicherstellen, um die europäischen Produktionskapazitäten zu erhalten und auszubauen“, erklärt der Energieminister.

Indem Belgien dieses Dossier wieder auf die Tagesordnung des Rates setzt, möchte es eine starke europäische Mobilisierung rund um ein Thema aufrechterhalten, das die Gesundheit der Patienten, die wissenschaftliche Exzellenz und die strategische Autonomie der Union unmittelbar betrifft.

„Belgien und Europa verfügen über weltweit anerkanntes Know-how in diesem Bereich. Wir haben die Verantwortung, diesen Vorsprung zu bewahren und jedem europäischen Patienten einen sicheren und kontinuierlichen Zugang zu diesen wesentlichen Behandlungen zu garantieren“, schließt Mathieu Bihet.

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