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Loubna Azghoud: „Das Schweigen über sexuelle Gewalt brechen, um Kinder zu schützen“

20/11/2025
Kurz gefasst

Die Abgeordnete Loubna Azghoud (MR) warnt vor dem Ausmaß der sexuellen Gewalt gegen Kinder, die oft massiv ist und selten angezeigt wird. Sie weist auf die Online-Ausbeutung und das Schweigen rund um Inzest hin und fordert einen ambitionierten interföderalen Plan zum Schutz von Minderjährigen.

Anlässlich des Internationalen Tages gegen sexuelle Gewalt an Kindern am 18. November reagiert die Abgeordnete Loubna Azghoud (MR) auf den jüngsten Bericht des Generaldelegierten für Kinderrechte. Dieses Dokument zeichnet ein besorgniserregendes Bild: Sexuelle Gewalt gegen Minderjährige bleibt massiv, vielgestaltig und wird noch zu selten angezeigt.

Jeden Tag werden Kinder, hinter Bildschirmen, auf der Straße oder in Institutionen, immer vielfältigeren Formen sexueller Ausbeutung ausgesetzt: Prostitution, Verbreitung intimer Bilder, Online-Grooming … Täter nutzen massiv soziale Netzwerke, Videospiele und digitale Plattformen, während die Verharmlosung hypersexualisierter Produkte, wie die kürzlich vermarkteten Sexpuppen, zu einer alarmierenden Entgleisung beiträgt.

Die Abgeordnete kritisiert auch das Fehlen jeglicher Erwähnung von Inzest im offiziellen Bericht: eine Gewalt, die dennoch weit verbreitet, verwüstend und viel zu oft totgeschwiegen ist. Zahlreiche Kinder leben unter Kontrolle, isoliert, bedroht, manchmal innerhalb von Familien oder Institutionen, die sie eigentlich schützen sollten. Die Mehrheit der Opfer erstattet nie Anzeige und wächst allein mit ihrem Trauma auf.

Für Loubna Azghoud ist es dringend erforderlich, dass sich die Föderation Wallonie-Brüssel mit einer globalen und kohärenten Strategie ausstattet:

„Ich setze mich für einen wirksamen interföderalen Plan ein. Eine gestohlene Kindheit lässt sich nie wiedergutmachen, aber wir können verhindern, dass weitere Leben zerbrochen werden.“

Sie ruft alle politisch Verantwortlichen dazu auf, diesen Kampf zu einer absoluten Priorität zu machen. Kinder zu schützen ist nicht nur ein weiteres Dossier: Es ist eine moralische Verantwortung und eine demokratische Pflicht.

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