In Colfontaine möchte die MR eine wesentliche Debatte über die Zukunft der lokalen Finanzen und der Sozialhilfe eröffnen: die der Fusion zwischen Gemeinde und ÖSHZ.
Getragen vom liberalen Spitzenkandidaten Anthony Smets D'Alelio, geht die Überlegung von einer einfachen Feststellung aus: In einem zunehmend angespannten Haushaltskontext muss jeder Euro vorrangig auf konkrete Hilfe für die Bürger ausgerichtet werden, statt auf institutionelle Funktionsweise.
Heute belaufen sich die Sitzungsgelder für die ÖSHZ-Räte auf zwischen 130.000 und 150.000 Euro pro Legislaturperiode, also etwa 24.000 Euro pro Jahr. Für die MR geht es nicht darum, das Engagement der Ratsmitglieder zu stigmatisieren, sondern eine Frage des gesunden Menschenverstands zu stellen: Könnten diese Beträge nicht direkt in die Sozialhilfe reinvestiert werden?
Der Vorschlag besteht darin, das ÖSHZ besser in die Gemeindestruktur zu integrieren. Das Ständige Büro würde eine klare ausführende Rolle behalten, die die Kontinuität und Qualität der erbrachten Dienstleistung gewährleistet.
Was die Verwaltungen betrifft, sollen diese fusioniert werden, um durch Synergien der Dienste Skaleneffekte zu erzielen.
Die Botschaft ist klar: Die Abschaffung des ÖSHZ-Rates bedeutet nicht die Abschaffung der Sozialhilfe. Im Gegenteil, das Ziel ist es, diese zu stärken, indem die Mittel vor Ort neu ausgerichtet werden.
Diese Überlegung fügt sich in eine breitere Bewegung zur Modernisierung der lokalen Behörden ein. Überall in Wallonien werden die Gemeinden aufgefordert, sich neu zu erfinden, um an Effizienz, Transparenz und Kohärenz zu gewinnen. Die Debatte heute zu eröffnen bedeutet, die institutionellen Entwicklungen von morgen vorwegzunehmen.
In Colfontaine vertritt die MR eine verantwortungsvolle Vision: die Strukturen rationalisieren, um die Schwächsten besser zu schützen. Nicht sparen um des Sparens willen, sondern öffentliche Gelder effizienter einsetzen.
Ein pragmatischer Ansatz, treu den liberalen Werten: weniger administrative Umständlichkeit, mehr konkrete Wirkung für die Bürger.