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Georges-Louis Bouchez und Florence Reuter zu Besuch bei Les Petits Sapins: „In die Kindheit zu investieren bedeutet, die Zukunft vorzubereiten“

01/04/2026
Kurz gefasst

Georges-Louis Bouchez und Florence Reuter besuchten die Vereinigung Les Petits Sapins, die Jugendliche in Schwierigkeiten aufnimmt. Die MR weist auf den abrupten Bruch mit 18 Jahren hin und fordert eine Umverteilung der Mittel zugunsten der Jugendhilfe und des ONE, wobei Investitionen in die Kindheit als „selbstverständlich“ gelten.

Am Dienstag, dem 31. März, besuchten der Vorsitzende der MR Georges-Louis Bouchez und die Bürgermeisterin von Waterloo Florence Reuter die Vereinigung Les Petits Sapins in Waterloo, die sich für die Betreuung und Begleitung von Jugendlichen in Schwierigkeiten einsetzt.

Vor Ort ist die Realität eindeutig: Hier werden täglich etwa fünfzehn Kinder betreut, mit sehr unterschiedlichen Werdegängen zwischen Regel- und Sonderschulwesen. Eine unverzichtbare, aber sowohl menschlich als auch finanziell anspruchsvolle Aufgabe.

Im Zentrum der Gespräche steht eine grundlegende Frage: Soll das Kind bei seiner Familie bleiben oder untergebracht werden? Auch wenn die Aufrechterhaltung der familiären Bindung stets Priorität hat, erfordern bestimmte Situationen eine strukturiertere Betreuung. In diesem Rahmen unterscheidet sich der Jugendhilfedienst (SAJ), der auf der Zusammenarbeit mit den Eltern basiert, vom Jugendschutzdienst (SPJ), der zwingend eingreift, wenn die Lage es erfordert.

Eine weitere auffällige Feststellung: der abrupte Bruch mit 18 Jahren. Sobald sie volljährig sind, verlassen viele Jugendliche diese Einrichtungen ohne Auffangnetz. Um dem entgegenzuwirken, werden ab 16 Jahren Übergangsphasen eingerichtet, um ihre Selbstständigkeit besser vorzubereiten. Einige ehemalige Bewohner kommen übrigens zurück, um zu berichten, ihre Erfahrung zu teilen und die Jugendlichen mit der Realität vor Ort zu konfrontieren.

Für die MR erfordern diese Feststellungen klare politische Entscheidungen. Das Familienmodell hat sich gewandelt, und die öffentliche Solidarität ergänzt heute die familiäre Solidarität, und ersetzt sie manchmal. In diesem Zusammenhang müssen Jugendhilfe und das ONE absolute Prioritäten bleiben.

„Man kann nicht alles finanzieren. Man muss Entscheidungen treffen. Und für uns sind Investitionen in Kindheit, Jugend und Bildung selbstverständlich“, betonte Georges-Louis Bouchez. Die MR setzt sich für eine Umverteilung der Mittel zugunsten dieser wesentlichen Politikbereiche ein, die als die wahren Hebel für langfristigen Erfolg gelten.

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