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Elia-Bericht: Die MR fordert schnelles Handeln zur Sicherung der Energieversorgung

27/09/2024
Kurz gefasst

Die MR begrüßt den Elia-Bericht, der bestätigt, dass ein Mix aus Kernenergie und erneuerbaren Energien für die Versorgungssicherheit unerlässlich ist. Sie fordert eine klare Energievision bis 2050 und warnt vor der künftigen Abhängigkeit von Stromimporten, wobei sie zu schnellen Entscheidungen aufruft.

Der Elia-Bericht bestätigt heute, was die MR schon immer vertreten hat: Der Mix aus Kernenergie und erneuerbaren Energien ist nicht nur unerlässlich, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sondern auch, um bezahlbare Energiepreise zu erhalten und Klimaneutralität zu erreichen.

Die MR begrüßt die Veröffentlichung des Berichts Blue print, der wesentliche Punkte für die Zukunft der belgischen Energiepolitik objektiviert. Sie hält die zentrale Botschaft fest: Nichtstun ist das teuerste Szenario. Es ist unerlässlich, so schnell wie möglich die Energievision unseres Landes bis 2050 festzulegen und klar über den Investitionspfad zu entscheiden, um dieses Ziel zu erreichen.

„Die MR setzt sich seit langem für einen Mix aus Kernenergie und erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung ein, ebenso wie für die zunehmende Nutzung kohlenstoffneutraler Moleküle und die Optimierung des Energiesystems. Genau das haben wir während des Wahlkampfs im vergangenen Juni verteidigt,“ erklärt Bundesabgeordneter Mathieu Bihet.

„Und wir erhalten heute die Bestätigung, dass der Mix aus Kernenergie und erneuerbaren Energien am besten geeignet ist, um unsere Versorgungssicherheit zu gewährleisten, bezahlbare Energiepreise zu erhalten und Klimaneutralität zu erreichen. Wir freuen uns, dass die Elia-Studie bestätigt, dass die Verlängerung der bestehenden Kernkraftwerke einen preissenkenden Effekt für die Verbraucher haben wird. Ebenso wirken sich Szenarien mit neuer Kernenergie preissenkend für die Verbraucher aus und verbessern zugleich die Versorgungssicherheit. Und das sogar unter Annahmen teurer Kernenergie. Für die MR, die sich stets für eine Intensivierung des Offshore-Ausbaus und der Kernenergie ausgesprochen hat, ist dies eine bislang beispiellose Bestätigung, die zu schnellem Handeln aufruft.“.

Die Bedeutung der Energieunabhängigkeit


Die MR ist auch besorgt über die extreme Abhängigkeit unseres zukünftigen Stromsystems. Derzeit kann Belgien seinen Strombedarf sowohl beim Verbrauch (TWh) als auch bei der Kapazität (GW) decken, doch bei unveränderter Politik wird dies in Zukunft nicht mehr der Fall sein. So wird Belgien Verbrauchsspitzen von bis zu 27 GW erreichen (je nach Szenario), bei nur 8 bis 10 GW lokaler Kapazität, um diese zu decken (Batterien eingeschlossen). Das bedeutet, dass das Modell auf 10 GW an „Nichtverbrauch“ von Haushalten und Industrie im Falle von Netzengpässen beruht, wozu noch 6 bis 10 GW an Stromimporten aus anderen europäischen Ländern hinzukommen müssen. Ebenso werden die jährlichen Stromimporte zur Deckung des belgischen Bedarfs, selbst ohne Verbrauchssteigerung, 70 bis 90 TWh betragen, nahezu die Hälfte unseres Jahresverbrauchs.

Die MR möchte die Arbeit zur Rolle von Molekülen und Wärme im künftigen Energiemix fortsetzen. Die von Elia herangezogenen Elektrifizierungshypothesen sind nämlich äußerst ambitioniert, und bestimmte Verbräuche im Jahr 2050 (internationale Luft- oder Seefahrt oder Hypothesen einer Reindustrialisierung) werden im endgültigen Energieverbrauch 2050 nicht berücksichtigt. Ebenso ist die Rolle der CO2-Abscheidung für die Industrie derzeit nicht modelliert. Es wird sinnvoll sein, die Arbeit mit einem Akteur wie Fluxys fortzusetzen, um zu untersuchen, welche Rolle Moleküle bei der Dekarbonisierung, der Flexibilität des Systems und natürlich beim Preis für die Verbraucher spielen können.

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