Angesichts einer stark steigenden Stromnachfrage muss Belgien sein Netz verstärken, um den Zugang zu zuverlässiger und erschwinglicher Energie zu gewährleisten. Der föderale Energieminister Mathieu Bihet hat diese Woche in SudInfo die konkreten Maßnahmen erläutert, die er umsetzt, um Engpässe zu vermeiden, unsere Unternehmen zu unterstützen und die Kaufkraft der Bürger zu schützen.
Belgien tritt in eine neue Ära ein, die der massiven Elektrifizierung der Nutzung. Zwischen der Entwicklung von Wirtschaftszonen, der Zunahme von Elektrofahrzeugen, dem Aufschwung von Rechenzentren und der Modernisierung unserer Industrie hatte unser Land noch nie so viel elektrische Leistung benötigt. Und dieser Trend wird sich noch verstärken: von heute 80 TWh Verbrauch auf fast 200 TWh im Jahr 2050.
Für die Mouvement Réformateur geht es darum, diese Herausforderung mit Ernsthaftigkeit und Ambition anzugehen, um die Bezahlbarkeit von Strom zu bewahren und gleichzeitig den wirtschaftlichen Schwung des Landes zu unterstützen. In diese Richtung geht das Handeln des Energieministers entschlossen voran.
Eine Realität: Netzengpässe bremsen unsere Projekte
In den letzten Monaten haben mehrere Unternehmen und öffentliche Akteure Alarm geschlagen, da der Zugang zu elektrischer Leistung nicht mehr überall gewährleistet ist. Sowohl beim Hotel Van der Valk in Libin als auch beim neuen Gewerbegebiet Les Cahottes in Flémalle werden bestimmte Projekte durch fehlende Netzkapazität verzögert.
Ursache: eine explodierende Zahl an Anschlüssen, überlastete Wartelisten, für nicht mehr existierende Projekte reservierte Leistung! Für Minister Bihet ist dieses Problem kein unabwendbares Schicksal, sondern ein Aufruf, schnell und pragmatisch zu handeln.
Drei Handlungsachsen, um Leistung freizusetzen
Angesichts dieser Feststellungen wurden bereits Maßnahmen eingeleitet, weitere stehen kurz vor dem Abschluss. „Unser Netz muss ein Motor der Entwicklung bleiben und kein Hindernis für Unternehmen, die wachsen und investieren wollen“, erklärt Mathieu Bihet.
- Nutzung und Anschlüsse flexibilisieren
Heute reservieren viele Akteure Leistung, die sie nur teilweise nutzen. Durch Modulation wird Kapazität freigesetzt, ohne die Aktivität zu beeinträchtigen.
- Die Warteliste bereinigen
Aufgegebene Projekte blockieren noch immer elektrische Kapazität, teils seit Jahren. Diese Absurdität muss aufhören. Der Minister schlägt eine klare Methode vor, um diese Ressourcen dringend freizugeben.
- Das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ überprüfen
Es ist notwendig, eine Debatte über die Zuweisung der verfügbaren Leistung zu eröffnen. Kapazitätsreservierungen im Netz müssen auf Basis objektiver Kriterien erfolgen.
Ziel ist es, die administrativen und technischen Hürden abzubauen, damit Energie kein Hemmnis für die Entwicklung wird.
Absolute Priorität: unser Netz verstärken
Für ein Land, das sozial und wirtschaftlich wachsen will, muss Strom verfügbar und wettbewerbsfähig bleiben. Deshalb macht Minister Bihet den Netzausbau zur strategischen Priorität der kommenden Jahre. Die „Boucle du Hainaut“ zum Beispiel ist unverzichtbar, um die in der Nordsee erzeugte Energie aufzunehmen. Es ist ein strukturierendes Projekt, das sowohl Familien als auch Unternehmen zugutekommt.
Sie haben es verstanden: Es geht darum, die Investitionsfähigkeit zu sichern, Engpässe abzubauen und einen klaren Rahmen zu schaffen, der es der Wirtschaft ermöglicht zu wachsen, ohne durch Infrastrukturprobleme gebremst zu werden.
Zudem wird demnächst eine interministerielle Energiekonferenz eingerichtet, um strategische Leitlinien zu entwickeln und in Abstimmung mit den Regionen einen klaren und gemeinsamen Rahmen festzulegen.
Getragen von einer klaren und selbstbewussten Vision, bringt das Handeln von Mathieu Bihet Belgien wieder in Bewegung und bereitet die Elektrifizierung unseres Landes nachhaltig vor. Das Ziel: jedem eine zuverlässige und erschwingliche Energie garantieren und der Wirtschaft den nötigen Schwung geben.