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EFRE und Interreg: Wallonien fordert die Beibehaltung einer regionalen Steuerung

13/05/2026
Kurz gefasst

Die Kommission möchte EFRE und Interreg in einem einzigen nationalen Plan für 2028-2034 zusammenfassen. Wallonien fürchtet einen Verlust der regionalen Kontrolle über die Projektauswahl und fordert die Beibehaltung einer regionalen Steuerung.

Der Ministerpräsident der Wallonischen Region, Adrien Dolimont, traf in Brüssel den Europaabgeordneten und Berichterstatter des Europäischen Parlaments für die EFRE-Fonds und das Interreg-Programm, Pascal Arimont, um sich über die Interessen und Prioritäten der Wallonischen Region im Rahmen der kommenden Verhandlungen auszutauschen.

Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, für den Finanzierungszeitraum 2028-2034 die europäischen Finanzierungsprogramme in einem einzigen nationalen Plan zusammenzufassen, was die derzeitige Struktur der Verwaltung und Entscheidung über die Finanzierung von EFRE- und Interreg-Projekten infrage stellen würde. Als Berichterstatter des Europäischen Parlaments für EFRE und Interreg beabsichtigt Pascal Arimont, die Rolle der Regionen in dieser neuen Struktur zu verteidigen, um die Besonderheit der Projekte im regionalen Rahmen zu bewahren.

„Die regionalen Behörden müssen an der Planung und Umsetzung der Programme beteiligt werden. Nur ein territorialer Ansatz, der auf regionalen, ja sogar lokalen Lösungen basiert, wird es ermöglichen, die Kohäsionsziele zu erreichen. Ebenso wichtig ist es, dass die für die Regionen bestimmten europäischen Finanzmittel tatsächlich den Regionen zugutekommen und nicht für andere Zwecke umgewidmet werden können. Schließlich müssen die Prioritäten Walloniens bei der Festlegung der derzeit erarbeiteten Zuteilungskriterien der Fonds voll berücksichtigt werden“, betont Pascal Arimont.

Ministerpräsident Adrien Dolimont unterstrich seinerseits, wie wichtig es für die Wallonische Region sei, eine starke Kohäsionspolitik zu bewahren, die nah an den territorialen Realitäten liegt und auf den spezifischen Bedürfnissen der Regionen beruht: „Für Wallonien bleibt die Kohäsionspolitik das wichtigste Instrument der Europäischen Union für langfristige Investitionen und den Abbau regionaler Unterschiede. Die Herausforderung besteht daher darin, unsere Investitionsfähigkeit zu bewahren, aber auch unsere Rolle in der Steuerung der europäischen Politik zu behalten“.

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