Am Donnerstag wurde die Büste der ehemaligen Premierministerin Sophie Wilmès enthüllt, eine Tradition, die bis 1850 zurückreicht. Es ist ein historischer Moment: Als Mitglied der MR und erste Frau, die das Amt der Premierministerin in Belgien ausübte, ist sie auch die erste, deren Büste in der Kammer der Volksvertreter neben all ihren männlichen Vorgängern steht.
Die Einweihung fand in Anwesenheit zahlreicher liberaler Mandatare statt, darunter unser Vorsitzender sowie mehrere Ministerinnen und Minister, Abgeordnete und Senatoren. Ein Moment gemeinsamen Stolzes für unsere politische Familie, die die erste weibliche Premierministerin des Landes gestellt hat.
Sophie Wilmès: „Es ist eine große Ehre, doch über meine Person hinaus symbolisiert diese Büste vor allem ein Amt und das Engagement, das es im Dienst unseres Landes und unserer Mitbürger verkörpert. Ob es um mich oder eine andere geht, es war Zeit, dass eine Frau ihren Platz unter den Büsten der belgischen Premierminister findet. Ich hoffe aufrichtig, dort nicht zu lange allein zu bleiben.“
Ihrem Engagement für die Gleichstellung von Männern und Frauen treu, hat die MR stets auf die Vertretung von Frauen in der Politik geachtet und ihre Arbeit und Kompetenzen anerkannt, wovon das Vertrauen zeugt, das unsere Partei stets vielen von ihnen entgegengebracht hat, die hohe Ämter in unserem Land ausübten, darunter den Senatsvorsitz. Im Jahr 2026 ist die Hälfte der MR-Minister in den belgischen Regierungen weiblich, ebenso wie unsere Europäische Kommissarin. Unsere Partei zählt auch eine deutliche Mehrheit an weiblichen Fraktionsvorsitzenden in den verschiedenen Parlamenten des Landes. Nicht zu vergessen unsere zahlreichen MR-Bürgermeisterinnen, die sich tagtäglich mit vollem Engagement und Talent für ihre Gemeinde einsetzen.
Die starke Präsenz von Bewegung und Wind im Kunstwerk ist eine bewusste Entscheidung der belgisch-chinesischen Künstlerin Li Rong Luo, die von Sophie Wilmès völlige künstlerische Freiheit erhielt. Für die Anfertigung ihrer Büste entschied sich die ehemalige Premierministerin für eine Künstlerin, auch das eine Premiere. Ein umso wichtigeres Symbol, da die Bildhauerei, genau wie die Politik übrigens, lange Zeit eine stark männlich geprägte Welt war.