Gute Nachricht für die belgischen Schweinehalter! Beim offiziellen Staatsbesuch von Premierminister Alexander De Croo und Außenministerin Hadja Lahbib in China diese Woche wurde zwischen Belgien und China eine Vereinbarung getroffen, um die Ausfuhr von belgischem Schweinefleisch wieder aufzunehmen. 2019 hatte China die Einfuhr von belgischem Schweinefleisch infolge des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) eingestellt. Obwohl Belgien seit 2020 wieder den Status eines ASP-freien Landes erlangt hatte, war die Ausfuhr von Schweinefleisch nach China noch nicht wieder aufgenommen worden.
Seit 2021 wurden intensive Verhandlungen mit China vom föderalen Landwirtschaftsminister David Clarinval und seiner Kollegin, Außenministerin Hadja Lahbib, mit Unterstützung der FASNK und diplomatischer Kreise geführt. Die FASNK entsandte zudem einen ständigen Vertreter nach China mit dem Ziel, mehrere Ausfuhrdossiers für belgische Agrar- und Lebensmittelprodukte voranzubringen und die Ausfuhr von belgischem Schweinefleisch nach China wieder anzukurbeln. Diese Bemühungen haben Früchte getragen. So kann die Ausfuhr von belgischem Schweinefleisch nach China bald wieder aufgenommen werden. Die positive Auswirkung dieser Wiederaufnahme auf die belgische Wirtschaft kann nicht genug betont werden.
David Clarinval, Landwirtschaftsminister: „Das ist ein großer Sieg für unsere Landwirte. Die Ausfuhr von belgischem Schweinefleisch nach China zu ermöglichen, war für mich eine der Prioritäten dieser Legislaturperiode. Ich habe dieses Dossier persönlich und aus nächster Nähe begleitet und hatte seit Anfang 2021 regelmäßigen Kontakt mit den zuständigen chinesischen Behörden und dem chinesischen Botschafter in unserem Land. Ich freue mich daher sehr über diese Vereinbarung, die für unseren gesamten Schweinesektor eine echte Erleichterung darstellt. Wir sind die Afrikanische Schweinepest los und haben seit dem 1. Oktober 2020 offiziell wieder unseren seuchenfreien Status bei der Weltorganisation für Tiergesundheit erlangt, diese Entscheidung ist also folgerichtig.“
Hadja Lahbib, Außenministerin: „„Das ist eine sehr gute Nachricht für unsere belgischen Schweinehalter. Sie sind weit über unsere Grenzen hinaus für ihr hochwertiges Schweinefleisch bekannt. Zusammen mit Minister David Clarinval habe ich in den letzten Jahren hart gearbeitet, um das chinesische Embargo aufzuheben. Mit Erfolg. Dieser Erfolg kommt nicht nur unseren Schweinehaltern zugute, sondern führt auch zu höheren Ausfuhren und einer verbesserten Handelsbilanz mit China.“
Das belgische Schwein, ein wichtiger Sektor:
LANDWIRTSCHAFT
Wert der Schweineproduktion BEL (2023): 1,9 Milliarden €
Produktionsvolumen (2022): 1.032.197 Tonnen
Anzahl der Betriebe (Unternehmen) (2022): 5.750
Arbeitsvolumen: 4.700 VZÄ
VERARBEITUNG
Wert der Produktion von Schweine- und Rindfleisch (2022): 219,4 Millionen €
Wert der Wurstwarenproduktion (2022): 250,0 Millionen €
Gesamt: 469,4 Millionen €
Arbeitskräfte in der Produktion von Schweine- und Rindfleisch (2020): 6.611 VZÄ
EXPORT
Export von Schweinefleisch nach China:
2015 6.499 Tonnen Schlachtkörpergewichtäquivalent
2016 10.198
2017 5.994
2018 3.474