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Auf Initiative von Minister David Clarinval fand die erste Sitzung der Task Force Agrar- und Ernährungswirtschaft statt

09/02/2024
Kurz gefasst

Eine Task Force Agrar- und Ernährungswirtschaft bringt Landwirte, Verarbeiter und Vertriebsunternehmen zusammen, um Preise und Margen zu analysieren. Sie soll rasch konkrete Maßnahmen vorschlagen, darunter ein mögliches „Fair Price Label“, um das Einkommen der Landwirte dauerhaft zu verbessern.

An diesem Freitag, dem 9. Februar, haben am Nachmittag in den Räumlichkeiten des FÖD Wirtschaft der Vizepremierminister und Landwirtschaftsminister David Clarinval, gemeinsam mit seinen zuständigen Kollegen, dem Vizepremierminister und Wirtschaftsminister Pierre-Yves Dermagne und der Staatssekretärin für Verbraucherschutz Alexia Bertrand, die Arbeiten der Task Force Agrar- und Ernährungswirtschaft eingeleitet, um auf die Bewegung der Landwirtschaftswelt zu reagieren. Auch die regionalen Landwirtschaftsminister wurden eingebunden, Minister Willy Borsus war anwesend.

Neben verschiedenen landwirtschaftlichen Berufsverbänden waren auch Vertreter des Verarbeitungssektors und des Vertriebssektors anwesend.

Ziel dieser Task Force ist es, auf die Fragen und Anliegen der verschiedenen Akteure hinsichtlich der Preisbildung in der gesamten Agrar- und Ernährungskette zu antworten. Sie wird sich unter anderem auf die Aufteilung der Kosten in der Kette zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Vertriebsunternehmen und auf die Preisfestsetzung stützen. Ziel ist es, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die den Forderungen unserer Landwirte und der anderen Akteure der Kette entgegenkommen und so das gute Funktionieren der Märkte zu gewährleisten.

Der Vorsitzende des Kettendialogs und jedes Kettenglied hatten die Gelegenheit, sich zu äußern und die identifizierten Lösungsansätze vorzustellen.

Zur Einleitung der Diskussionen wurde das französische EGALIM-Gesetz sowie das spanische Gesetz (Wertschöpfungskette) vorgestellt. Die Bestimmungen des UTP-Gesetzes zu den Handelspraktiken im Agrar- und Ernährungssektor wurden erneut erläutert.

Auch die Ergebnisse der laufenden Studie der Preisbeobachtungsstelle zur Entwicklung von Preisen und Margen in der Agrar- und Ernährungskette wurden vorgestellt. Angesichts der Komplexität einer solchen Studie und ihrer Grenzen ist bei der Interpretation Vorsicht geboten. Für das landwirtschaftliche Kettenglied berücksichtigt das verwendete Einkommen beispielsweise nicht die Vergütung der familiären Arbeit und des Eigenlands. Es wurde daher vereinbart, die Diskussionen fortzusetzen, um daraus noch stärker ein nützliches Instrument für die Akteure des Kettendialogs zu machen.

Auch der Vorschlag zur Einführung eines „Fair Price Label“, das die Akteure in die Bewertung der „fairen“ Natur des Preisbildungsprozesses durch alle Beteiligten einbeziehen würde, wurde vorgestellt.

Auf Grundlage der heutigen Diskussionen haben die Teilnehmer gemeinsam eine Arbeitsreihenfolge festgelegt, damit in der nächsten Sitzung konkrete zu ergreifende Maßnahmen geprüft werden können. Um rasche Ergebnisse zu gewährleisten, wurde beschlossen, mehrere spezialisierte Arbeitsgruppen zu beauftragen, um die Mechanismen und Maßnahmen eingehend zu analysieren.

Folgende Themen wurden für spezifische kurzfristige Sitzungen herausgearbeitet und werden Gegenstand einer eingehenderen Analyse sein:


  1. Rechtlicher Teil zu den bestehenden rechtlichen Mechanismen für die Vertragsgestaltung der Handelsbeziehungen zwischen den verschiedenen Kettengliedern: UTP-Bestimmungen, unlautere Praktiken und Kontrollen, Verkauf mit Verlust

  2. Sensibilisierungskampagne für lokale belgische Produkte

  3. Objektivierung der Margenaufteilung im Zuge der Studien der Preisbeobachtungsstelle, durchgeführt mit dem INR und der NBB. Die statistischen Analysen werden den Akteuren zur Verfügung gestellt.


David Clarinval, Landwirtschaftsminister: „Dies war eine sehr wichtige erste Sitzung. Ich danke jedem Teilnehmer für den konstruktiven Geist bei der Suche nach kurzfristigen Lösungen, die aber dauerhafte Lösungen für das Einkommen jedes Einzelnen bringen werden. Ich teile das Gefühl der Dringlichkeit, das die Landwirte heute geäußert haben. Wir haben die Dinge selbst in die Hand genommen, zum Beispiel auf europäischer Ebene mit der Abschaffung der Flächenstilllegung und des Pflanzenschutzplans. Auf föderaler Ebene haben wir heute eine Liste von 15 Maßnahmen erstellt, die konkrete Fortschritte für die Landwirte darstellen. Die Regionen haben ebenfalls angekündigt, dass sie ihre Arbeitsgruppe zur administrativen Vereinfachung einrichten werden.“

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