Ein brutaler Rückschritt mit weltweiten Auswirkungen
Dieser Rückschritt beschränkt sich nicht auf Afghanistan. Er spiegelt einen verstärkten Trend des Rückgangs der Frauenrechte in mehreren Ländern wider, auch in Europa. Im Iran kämpfen Frauen zwei Jahre nach der Verhaftung und Tötung von Mahsa Amini weiterhin heroisch für ihre Rechte gegen das islamistische, repressive und diktatorische Regime der Mullahs, das die Freiheiten der Frauen einschränkt, den Schleier als Symbol der absoluten Kontrolle der Männer über ihren Körper, ihre Sexualität und ihr Leben auferlegt, ihre Teilnahme am öffentlichen Leben begrenzt und ihre Wahl von Wohnort, Umgang und Freizeitgestaltung einschränkt. Eine iranische Frau darf keinen Beruf ausüben oder ins Ausland reisen, ohne die Zustimmung ihres Ehemannes. Neben dem Gewicht der Religion mindert auch das Gewicht des Patriarchats weiterhin die Stellung der Frauen in der Gesellschaft, ein Patriarchat, das Ursache physischer und psychischer Gewalt gegen Frauen ist. In Polen hat trotz einer aktuellen Lockerung die Verschärfung des Abtreibungsgesetzes den Zugang zum freiwilligen Schwangerschaftsabbruch fast unmöglich gemacht, was seit 2020 zum Tod von 6 Frauen geführt hat!Ein dringender Appell zu internationalem Handeln
Diese Beispiele, genauso wie Vergewaltigung als Kriegswaffe im Kongo, Sudan, Nigeria, in der Ukraine oder am 7. Oktober in Israel, verdeutlichen die Notwendigkeit, den Kampf für Frauenrechte fortzusetzen, damit Gleichstellung zwischen Frauen und Männern überall in der Welt Realität wird. Angesichts dieser alarmierenden Situation in Afghanistan, im Iran und anderswo in der Welt fordern die Frauen des Mouvement Réformateur die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Die Gleichstellung von Frauen und Männern darf nicht in den Hintergrund gedrängt werden. Sie muss im Zentrum der diplomatischen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Agenda bleiben, um zu garantieren, dass alle Frauen, wo auch immer sie sich befinden, ihre unveräußerlichen Rechte genießen können. Dies erfordert eine starke Stimme, die humanitäre und politische Verfehlungen verurteilt, eine feministische Diplomatie, internationale Sanktionen und eine würdige Aufnahme für Frauen, die der Unterdrückung entfliehen, um ihnen einen Hoffnungsschimmer in der Dunkelheit der Repression zu geben.Viviane Teitelbaum
Senatorin
Loubna Azghoud
Abgeordnete der Föderation Wallonie-Brüssel
Florence Reuter
Föderalabgeordnete