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Unsere Mandatarin der Woche: Victoria Vandeberg

06/12/2024
Kurz gefasst

Victoria Vandeberg, 27 Jahre, legt nach sechs Jahren als Schöffin ihren Amtseid als Bürgermeisterin von Jalhay ab und ist damit eine der jüngsten Bürgermeisterinnen Belgiens. Aus den Jeunes MR hervorgegangen, möchte sie ihrer ländlichen Gemeinde neue Dynamik verleihen und dabei Erbe und lokale Traditionen bewahren.

 

Diesen Montag hat Victoria Vandeberg in Jalhay ihren Amtseid als Bürgermeisterin geleistet. Mit 27 Jahren ist sie eine der jüngsten Bürgermeisterinnen Belgiens. Victoria wurde gewählt, obwohl sie nur an 4. Stelle der MR-Liste stand… Ein Rückblick auf diesen überraschenden Sieg.

 

 

 

 

 

Sechs Jahre lang waren Sie 4. Schöffin, unter anderem zuständig für Tourismus und Umwelt. Ihr politisches Engagement begann also schon sehr früh, mit 21 Jahren, beschränkte sich aber nicht auf Ihr Schöffenamt… Können Sie uns mehr über Ihren Werdegang erzählen?


Mein politisches Engagement begann bei den politischen Jugendbewegungen, FELU, FEL und Jeunes MR. Vier Jahre lang hatte ich das Glück, Vorsitzende der Jeunes MR der Provinz Lüttich zu sein und Liberale aus allen Ecken unseres Gebiets, und weiter gefasst aus Wallonien-Brüssel, kennenzulernen.

2018, während ich noch Politikwissenschaft studierte, wurde ich in die Gemeinde und die Provinz gewählt. Seit 6 Jahren habe ich also auch das Glück, in der Provinz Lüttich mitzuwirken und diese Institution kennenzulernen.

Im Juni 2024 war ich auch Kandidatin auf der Lütticher Föderallistee neben Pierre-Yves Jeholet, eine Ehre für mich angesichts meines Interesses an den föderalen Zuständigkeiten.

Warum haben Sie sich entschieden, in Jalhay zu leben?


In Jalhay bin ich geboren und habe daher das Glück, dort seit 27 Jahren zu leben! Ich besuchte die Gemeindeschule meines Dorfes und schloss dort meine ersten Freundschaften. Wir haben als Einwohner von Jalhay großes Glück, in dieser privilegierten ländlichen Umgebung, diesem Naturjuwel, zu leben.

In unseren Dörfern zu leben bedeutet auch, die festliche Atmosphäre dieser das ganze Jahr über lebendigen Gemeinschaften zu genießen, èt djåzer walon avou les camarådes.

Wenn Sie einen Zauberstab hätten, was wäre Ihr erster Wunsch, die erste Veränderung, die Sie in Ihrer Gemeinde vornehmen würden?


Unserer ländlichen Gemeinde moderne Akzente verleihen, mit Gehör und Kommunikation, das ist mein Wunsch. Unsere Werte und unser Erbe liegen mir am Herzen und müssen bewahrt werden.

In allen Bereichen wird eine langfristige Vision verfolgt.

Die Verantwortung, die mit diesem Bürgermeisteramt verbunden ist, ist groß, und ich bin sehr geehrt über das Vertrauen, das man mir schenkt.

Jalhay, morgen, das ist Dynamik, Gehör und Innovation.

Jalhay, morgen, möchte ich es gemeinsam mit allen lokalen Akteuren erstrahlen lassen.

Das Kohlfest ist eine echte Institution in Ihrer Gemeinde. Können Sie uns mehr über diese Tradition erzählen, die Mitte Januar stattfindet und sich seit Covid etwas verändert hat?


„Jalhay dis-moi tout de ton chou“ ist ein bekannter Refrain! Dieses Fest gibt es seit über 40 Jahren und ist ein unverzichtbarer Termin für die Einwohner von Jalhay, aber nicht nur für sie!

Dieses Brauchtum zieht nämlich viele Auswärtige an. Seit COVID haben das Fest, die Geselligkeit und die an den Tischen gesungenen Lieder leider nicht mehr stattgefunden. Seitdem organisiert die Jeunesse von Jalhay eine Kohlverteilung, und die Restaurants von Jalhay bieten es natürlich auf ihrer Speisekarte an. Dieses Fest verkörpert Jalhay und unsere Herzlichkeit gut, es ist übrigens der Auftakt zur Karnevals- und Laetaré-Zeit, und ich hoffe, dass es in den kommenden Jahren wieder organisiert wird.

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