Am 26. September wurde im Plenum ein neuer parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt, um die Arbeit zum sexuellen Missbrauch innerhalb der Kirche fortzusetzen. Der föderale MR-Abgeordnete Mathieu Bihet, der bereits in der vorigen Legislaturperiode an vorderster Front stand, übernimmt den Vorsitz.
Im vergangenen Jahr hatte ein erster Ausschuss dieses brisante Thema bereits untersucht und dabei einen umfassenden Bericht vorgelegt: 137 Empfehlungen, alle einstimmig verabschiedet. Trotz dieser gewaltigen Arbeit bleibt jedoch ein Schattenbereich bestehen: die Operation Kelch. Diese gerichtliche Untersuchung, die Licht in die sexuelle Gewalt innerhalb der Kirche bringen sollte, war von zahlreichen Fehltritten geprägt. Das Parlament hatte den Hohen Justizrat beauftragt, einen Bericht über die zahlreichen Mängel der Untersuchung zu erstellen.
Aus Zeitmangel konnten bestimmte Aspekte während des ersten Ausschusses nicht behandelt werden, daher der Neustart in dieser neuen Legislaturperiode. Der Auftrag ist klar: den Bericht des Hohen Justizrates gründlich prüfen, die Fehler verstehen und solide Empfehlungen formulieren, damit endlich Gerechtigkeit geschieht.
„Es handelt sich um ein Dossier von entscheidender Bedeutung, sowohl für die Opfer als auch für das Justizsystem. Ein symbolischer Kampf, bei dem unser Engagement uneingeschränkt bleiben wird, um endlich die Schattenbereiche zu beseitigen. Natürlich kann kein Ausschuss jemals die Folgen dieser schrecklichen Taten auslöschen, aber diese Untersuchungsarbeit, wesentlich und bedeutungsschwer, könnte den Opfern die lang erwartete Anerkennung bringen“, meint Mathieu Bihet.