Die Wallonische Regierung hat diesen Donnerstag in 1ster Lesung den Entwurf der 4ten Wallonischen Strategie für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Dieser Fahrplan legt die Prioritäten der Region bis 2030 fest und bestätigt einen Methodenwechsel: mehr Kohärenz, messbare Ziele und konkrete Maßnahmen mit großer Wirkung.
Bei jeder neuen Legislaturperiode aktualisiert Wallonien seinen Fahrplan für nachhaltige Entwicklung. Im Einklang mit dieser Verpflichtung arbeitet die Regierung an ihrer 4ten Wallonischen Strategie für nachhaltige Entwicklung (SWDD4). Ziel? Durch konkrete Maßnahmen Wallonien beim Erreichen der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen zu unterstützen.
Der Textentwurf, der diesen Donnerstag in 1ster Lesung verabschiedet wurde, zielt darauf ab, die Kohärenz der regionalen Politik zu stärken und das öffentliche Handeln auf klar identifizierte Prioritäten zu konzentrieren. Er gliedert sich hierzu in drei ergänzende Teile:
- eine Vision bis 2030;
- Ziele mit Indikatoren, um die Fortschritte regelmäßig zu messen;
- ein Plan mit sechzehn übergreifenden Maßnahmen, getragen von der Regierung und der Verwaltung.
Diese Strategie spiegelt den Methodenwechsel wider, den Wallonien eingeleitet hat: die Mittel auf strukturierende Projekte konzentrieren, Partnerschaften bevorzugen und die Ergebnisse bewerten, um die Wirkung der vor Ort umgesetzten Politik zu maximieren.
Sie fügt sich in eine bereits eingeleitete Dynamik ein. Ende 2025startete die Regierung einen Projektaufruf, der auf einer Logik von Wirkung, Zusammenarbeit und Bewertung beruht. Im vergangenen Monatwurden zwölf strukturierende Projekte aus 158 Bewerbungen ausgewählt. Sie werden bis 2030 dank einer mehrjährigen Finanzierung von fast 7,4 Millionen Euro begleitet.
Dieser Ansatz veranschaulicht die Philosophie dieser Regierung: Initiativen zu unterstützen, die konkrete, messbare und nachhaltige Ergebnisse zum Nutzen der Bürger, der Unternehmen, der lokalen Behörden und der Vereinswelt erzielen können.
Cécile Neven, Ministerin für den Luft-Klima-Plan und nachhaltige Entwicklung: „Nachhaltige Entwicklung ist nur sinnvoll, wenn sie in alle sektoralen Politiken integriert wird, wenn sie das Leben der Bürger konkret verbessert, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen stärkt und die Zukunft nachhaltig vorbereitet. Deshalb haben wir uns für eine Methode entschieden, die auf Handeln, Bewertung und Ergebnissen basiert.“
Adrien Dolimont, Wallonischer Ministerpräsident: „Unser Ziel ist es, die nachhaltige Entwicklung zu einem Leitfaden für alle wallonischen Politiken zu machen. Dies erfordert eine bessere Koordinierung des öffentlichen Handelns, stärkere Partnerschaften und eine Konzentration der Mittel dort, wo sie für Wallonien die größte Wirkung erzielen.“