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La Sambrienne: Cécile Neven verschärft den Ton angesichts der Missstände

23/01/2026
Kurz gefasst

Cécile Neven kritisiert das mangelhafte Management von La Sambrienne: 87 Millionen Euro blieben zwischen 2020 und 2025 ungenutzt, mehr als 1.000 öffentliche Wohnungen blieben unrenoviert. Sie ordnet ein Audit an und plant, einen Sonderkommissar zu entsenden, falls die Missstände bestätigt werden.

An diesem Donnerstag äußerte sich Cécile Neven, wallonische Ministerin für Klima, Flughäfen, Energie und Wohnungswesen, unverblümt zu den schweren Missständen, die bei La Sambrienne, einer öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft, aufgedeckt wurden. Eine klare Botschaft: Untätigkeit und Misswirtschaft sind nicht mehr hinnehmbar, wenn es um das Grundrecht auf Wohnen geht.

Zwischen 2020 und 2025 standen 87 Millionen Euro zur Verfügung, um im Rahmen eines groß angelegten wallonischen Plans Wohnungen zu renovieren. Doch mehr als die Hälfte dieses Budgets wurde nicht genutzt, sodass mehr als 1.000 Wohnungen unrenoviert blieben. Eine umso schockierendere Feststellung, da die Fristen nicht bindend waren: Es ging weder darum, die Arbeiten abzuschließen, noch sie überhaupt zu beginnen, sondern lediglich darum, die öffentlichen Aufträge zu vergeben.

Angesichts dieser Situation lehnt die Ministerin jede Nachsicht ab. Während sich manche mit administrativen Rechtfertigungen begnügen, setzt Cécile Neven konsequent auf Verantwortung und Ergebnisse. „Ich habe ein Audit angefordert, um die Verantwortlichkeiten aller Beteiligten klar festzustellen“, erklärte sie. Das Ziel ist klar: verstehen, entscheiden und handeln.

Und der Ton wird härter. Sollten die Schlussfolgerungen des Audits schwere Versäumnisse bestätigen, schließt die Ministerin keine Option aus. „Falls nötig, werde ich nicht zögern, die Bazooka herauszuholen, das heißt einen Sonderkommissar vor Ort zu entsenden“, warnt sie. Eine klare Linie, die einen entschlossenen politischen Willen zum Ausdruck bringt: Ordnung dort wiederherzustellen, wo Missstände die schwächsten Bürgerinnen und Bürger direkt schädigen.

Für Cécile Neven geht es um mehr als eine rein administrative Angelegenheit. Es geht um politische Glaubwürdigkeit, gute Regierungsführung und die Einhaltung der Verpflichtungen gegenüber den Wallonen und Wallonierinnen. Der öffentliche Wohnungsbau darf nicht Geisel von Verzögerungen, Fehlern oder Versäumnissen sein.
Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Mittel sind vorhanden, sie müssen eingesetzt werden. Und wenn dies nicht geschieht, muss die öffentliche Behörde entschlossen eingreifen. Die Ministerin steht dazu: Verantwortung ist keine Option, sie ist eine Notwendigkeit.

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