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Belgien bleibt gut versorgt im Vorfeld des Winters

23/09/2026
Kurz gefasst

Der föderale Energieminister Mathieu Bihet war an diesem Montagmorgen zu Gast bei Martin Buxant in der Frühsendung von BelRTL, um eine Bestandsaufnahme der Energiesituation unseres Landes im Vorfeld des Winters vorzunehmen.

Er erinnerte daran, dass die internationale Energielage besorgniserregend ist, die Versorgungssicherheit Belgiens derzeit jedoch nicht gefährdet ist.

Die derzeitigen geopolitischen Spannungen wirken sich naturgemäß auf die Energiemärkte und die Preise aus, doch Belgien verfolgt die Lage aufmerksam und überwacht die Entwicklung der Versorgung kontinuierlich.

Vorteile für die Gasversorgung

Unser Land profitiert insbesondere von seiner Position als Energie-Drehscheibe im Herzen Europas.

Belgien importiert etwa dreimal mehr Gas, als es im Normalbetrieb verbraucht. Ein großer Teil dieser Mengen wird anschließend in andere europäische Länder weitergeleitet.

Wir intensivieren zudem die Kontakte zu den Ländern, die uns mit nicht verflüssigtem Gas versorgen. Diese Diversifizierung der Quellen und Versorgungswege stellt im derzeitigen Kontext einen wichtigen Vorteil dar. Derzeit wird für diesen Winter kein Risiko einer Gasknappheit festgestellt.

Strategische Reserven zur Bewältigung von Störungen

Der Minister erinnerte daran, dass Belgien auch über strategische Reserven an Erdöl und Erdölprodukten verfügt. Diese Reserven entsprechen derzeit mehr als 90 Tagen an Einfuhren. Dies bildet ein Sicherheitsnetz im Falle schwerer Störungen und einer möglichen vorübergehenden Unterbrechung der Versorgung.

Zudem wurde ein Ölnotfallplan fertiggestellt, um die verschiedenen Handlungsebenen und Zuständigkeiten im Krisenfall festzulegen.

Eine aufmerksam verfolgte Situation

Belgien hat natürlich keinen direkten Einfluss auf die internationalen Krisen, die sich unmittelbar auf den Energiemarkt auswirken. Es kann jedoch deren Folgen antizipieren.

Deshalb verfolgt der Minister die Entwicklung der Lage täglich zusammen mit den Netzbetreibern und den Akteuren der Branche. Diese Spannungen erinnern an die Bedeutung eines diversifizierten und widerstandsfähigen Energiesystems.

Die Diversifizierung der Versorgung und der Ausbau anderer Produktionskapazitäten, wie der Kernenergie, müssen gemeinsam dazu beitragen, unsere Energiesicherheit heute und in den kommenden Jahrzehnten zu gewährleisten.

Das Interview auf Bel RTL noch einmal ansehen

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