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Jacqueline Galant startet Offensive zur Rettung des Radios in Neuwagen

24/07/2026
Kurz gefasst

Während manche Hersteller das Autoradio bereits aus ihren neuen Modellen entfernen, weigert sich Jacqueline Galant, das Radio vom Armaturenbrett verschwinden zu lassen. Zusammen mit ihren flämischen und deutschsprachigen Amtskolleginnen und -kollegen will die französischsprachige Medienministerin auf europäischer Ebene die Pflicht zum Einbau eines Autoradios in allen Neuwagen durchsetzen. Das Auto darf keine geschlossene Streaming-Plattform werden, und die Belgier dürfen nicht gezwungen werden, ihre mobilen Daten zu nutzen, um Radio zu hören.

Radio, ein alltäglicher Reflex

Für Jacqueline Galant ist Radio kein Medium der Vergangenheit, sondern ein Medium der Nähe, das zum Alltag der Belgier gehört. Zwischen 15 und 17 % des Radiokonsums finden während der Fahrt statt, wodurch das Auto zu einem wesentlichen Hörort wird.

Die Abschaffung des Autoradios drängt Autofahrer zu Apps, Abonnements und Datenverbrauch, während das terrestrische Radio sofort, kostenlos und ohne Verbindung zugänglich ist. Die Ministerin will diesen einfachen Reflex bewahren: einsteigen, einen Knopf drücken und Radio hören.

Pluralismus und Schutz eines beliebten Mediums

Hinter diesem Kampf steckt eine Frage von Pluralismus und demokratischer Vitalität. Verschwindet das Radio aus den Autos, gerät das Publikum, die Werbeeinnahmen und das gesamte Radio-Ökosystem, von den großen Sendern bis zu den Lokalradios, in Gefahr.

Das Radio in Neufahrzeugen zu schützen bedeutet, allen Belgiern einen einfachen, kostenlosen und universellen Zugang zu qualitativ hochwertiger Information zu garantieren. Es bedeutet auch, sich zu weigern, dass ein beliebtes Medium ausschließlich zugunsten einiger Streaming-Plattformen ins Abseits gedrängt wird.

Eine einheitliche Stimme Belgiens in der EU

Die Föderation Wallonie-Brüssel, die Flämische Gemeinschaft und die Deutschsprachige Gemeinschaft haben einen gemeinsamen Standpunkt angenommen, um das Radio in Neuwagen zu verteidigen. Zusammen mit Cieltje Van Achter und Gregor Freches wird Jacqueline Galant diese Forderung im Rat der EU vertreten: das obligatorische Autoradio in allen Neufahrzeugen erhalten.

Es ist ein starkes politisches Signal: In Mediendossiers sprechen die drei Gemeinschaften mit einer Stimme, um die Hörer und die Radiosender zu verteidigen. Der europäische Zeitplan wird im Herbst geklärt, aber die belgische Linie steht bereits fest: Das Radio muss im Auto bleiben.

Stärkung des Digital Networks Act

Belgien will den künftigen Digital Networks Act nutzen, um Hersteller zu verpflichten, in jeden Neuwagen einen Radioempfänger einzubauen. Ziel ist es nicht, Streaming zu verhindern, sondern zu verhindern, dass Fahrzeuge ausschließlich auf Internetradio und vernetzte Dienste angewiesen sind.

Jeder muss sein Radio im Auto sofort einschalten können, ohne App, ohne Abonnement und ohne Datenverbrauch. Für Jacqueline Galant muss technologischer Fortschritt die Wahlmöglichkeiten der Bürger erweitern, sie nicht in eine geschlossene Streaming-Plattform einsperren.

Den Artikel von La Libre lesen

Automatisch aus dem Französischen übersetzt. Original lesen