In Colfontaine führt die MR-Fraktion eine grundlegende Überlegung darüber, wie eine Gemeinde ihr Immobilienvermögen nutzen kann, um Arbeit zu unterstützen, neue Einwohner anzuziehen und ihre Finanzen langfristig zu stärken. Für Anthony Smets d'Alelio kann sich die kommunale Verwaltung nicht mehr darauf beschränken, Gebäude zu verkaufen, um sofortige Einnahmen zu erzielen: Sie muss zu einem echten Instrument der lokalen Entwicklung werden.
Die MR setzt sich somit für eine Immobilienstrategie ein, die auf zwei ergänzenden Achsen aufbaut. Zum einen die Schaffung erschwinglicher Wohnungen für die Mittelschicht durch intelligente Partnerschaften zwischen öffentlicher Hand und Privatsektor. Durch den Mechanismus der Erbpacht könnte die Gemeinde bestimmte strategische Gebäude oder Grundstücke privaten Investoren zur Verfügung stellen, um erschwinglichen Wohnraum zu entwickeln, während sie Eigentümerin des kommunalen Vermögens bleibt. Eine Möglichkeit, Investitionen zu fördern, ohne die öffentliche Verschuldung zu erhöhen.
Zum anderen möchte die MR „Sprungbrettwohnungen“ entwickeln, die speziell für junge Berufstätige gedacht sind. Das Ziel: jungen Haushalten zu ermöglichen, mit einer erschwinglichen Wohnung für einen begrenzten Zeitraum von vier oder fünf Jahren ins Leben zu starten. Im Gegenzug müssten die Begünstigten arbeiten und sich verpflichten, nach Ablauf der Pacht nachhaltig in die Gemeinde zu investieren.
Für die Reformer entspricht diese Logik einer wesentlichen Priorität: diejenigen zu unterstützen, die arbeiten und Wert schaffen. Indem sie jungen Berufstätigen hilft, sich anzusiedeln, fördert die Gemeinde langfristig die dauerhafte Ansiedlung neuer Steuerzahler, die über kommunale Steuern und die Grundsteuer zur Finanzierung der lokalen öffentlichen Dienste beitragen können.
Dieser Ansatz veranschaulicht eine tief reformerische Vision der lokalen Entwicklung: öffentliche Instrumente nutzen, um wirtschaftliche Aktivität zu fördern, aktive Haushalte anzuziehen und nachhaltiges Wachstum aufzubauen. Für die MR darf Wohnen nicht nur unter sozialem Aspekt betrachtet werden, sondern auch als Motor für Attraktivität, Beschäftigung und kommunale Dynamik.
Mit diesem Vorschlag vertritt die MR von Colfontaine eine klare Idee: Eine Gemeinde, die sich auf die Zukunft vorbereitet, ist eine Gemeinde, die in ihre Mittelschicht investiert, Arbeit unterstützt und intelligente Partnerschaften mit dem Privatsektor aufbaut, anstatt in der Dringlichkeit zu verwalten.