Die Regierung hat in erster Lesung die Reform des Fußballgesetzes verabschiedet, die die Sicherheit in und um die Stadien verstärken soll.
„Die Unruhestifter, die Spiele und das Image unseres Fußballs verderben, haben im Stadion nichts zu suchen. Wir verschärfen die Strafen und die Einsatzmittel, damit jeder Fan und jede Familie die Spiele in einer positiven und sportlichen Atmosphäre erleben können!“, betont Bernard Quintin.
Die Reform wird alle im Gesetz vorgesehenen Strafen verschärfen.
Der Mindestbetrag der Geldbußen wird verdoppelt, von 250 auf 500 Euro.
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit werden strenger bestraft: Die Mindeststrafe steigt von 1.500 auf 2.000 Euro und das Stadionverbot von 30 Monaten auf 3 Jahre.
Körperliche Gewalt (Körperverletzung) wird mit einer Mindeststrafe von 2.500 Euro geahndet, gegenüber derzeit 2.000 Euro.
Das Gesetz nimmt nun ausdrücklich den Begriff „Diskriminierung“ auf, um alle Formen von hasserfülltem Verhalten in und um die Stadien zu verurteilen, einschließlich Antisemitismus.
Darüber hinaus kann ein Richter für Personen mit Stadionverbot auch eine Meldepflicht bei einer Polizeidienststelle während der Spiele anordnen.
Die Kontrollen in und um die Stadien werden zudem verstärkt, um Unruhestifter besser identifizieren zu können, unter anderem durch eine Ausweitung des Kameraeinsatzes.
Insgesamt gilt in Belgien für 1.357 Personen ein Stadionverbot. Für die Saison 2024-2025 wurden 1.219 Protokolle wegen Verstößen gegen das Fußballgesetz erstellt. Der Gesamtbetrag der Geldbußen belief sich auf 759.250 Euro.