Wenige Wochen nach der Entscheidung, die Gleichstromverbindung der Energieinsel Prinzessin Elisabeth wegen explodierender Kosten auszusetzen, setzt die neue Föderalregierung die Neuordnung dieses strategischen Dossiers für unsere Energiezukunft fort.
Beim heutigen Ministerrat wurden wichtige Entscheidungen zur Entwicklung der Offshore-Windkraft in der Nordsee getroffen.
Parzelle 1 (PEZ1): Ein neuer Anfang in einem stabilisierten Rahmen
Die vorherige Ausschreibung für die erste Parzelle der Offshore-Zone (PEZ1) wies ernste Risiken auf: erhebliche rechtliche Unsicherheiten, ein unrealistischer Zeitplan, ein unklarer finanzieller Rahmen. Die Fortführung dieses Verfahrens hätte den Staat erheblichen rechtlichen Risiken und einer beträchtlichen Haushaltsentgleisung ausgesetzt.
Mathieu Bihet, föderaler Minister für Energie, erklärt: „Ich habe ein Dossier übernommen, dessen finanzielle Entwicklung drohte, die Rechnung von Haushalten und Unternehmen stark zu belasten. Meine Priorität ist es, die Projekte abzusichern und eine Energiewende zu garantieren, deren Kosten beherrschbar sind. Man spielt nicht mit der Kaufkraft der Belgier.“
Eine neue Ausschreibung wird spätestens Ende des ersten Quartals 2026 gestartet, in einem rechtlich abgesicherten, modernisierten und transparenteren Rahmen. Ziel ist es, einen echten Wettbewerb zu gewährleisten, der den öffentlichen Finanzen zugutekommt und somit den Bürgern nützt.
Parzelle 2 (PEZ2): Die Regierung verfolgt ihre Offshore-Ambitionen weiter
Gleichzeitig bekräftigt die Regierung ihre Ambition im Bereich der Offshore-Windkraft, indem sie die Ausschreibung für Parzelle 2 (PEZ2) fortführt, was ihren klaren Willen zeigt, die erneuerbaren Kapazitäten in der Nordsee weiter auszubauen.
„Die Neugestaltung eines schlecht angelegten Verfahrens bedeutet nicht, dass wir unseren Ehrgeiz aufgeben. Im Gegenteil. Wir legen dort einen Gang zu, wo es rechtlich und wirtschaftlich vertretbar ist“, betont Mathieu Bihet.
Eine strenge Methode im Dienst der Bürger und Unternehmen
Diese Entscheidungen veranschaulichen die Leitlinie des Energieministers: eine stabile, nachhaltige und erschwingliche Energiezukunft zu garantieren.
„Der Bürger darf nicht die Ausgleichsvariable einer schlecht gesteuerten Wende sein. Wir wollen solide und tragfähige Projekte aufbauen, im Sinne von Transparenz und Verantwortung“, schließt der Minister. Belgien engagiert sich mehr als je zuvor für die Energiewende. Mit Strenge und Methode will die Regierung einen ambitionierten und realistischen Energiemix zum Nutzen aller aufbauen.
Zusammengefasst
Parzelle 1
• Sofortiger Stopp des laufenden Vergabeverfahrens für Parzelle 1;
• Gründliche Analyse der rechtlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem aktuellen gesetzlichen Rahmen;
• Neustart einer neuen Ausschreibung spätestens Ende des ersten Quartals 2026.
Parzelle 2
• Bekräftigter Wille, die Ausschreibung für diese Parzelle fortzuführen.