Auf Initiative ihres Vorsitzenden, Simon Defat, hatte die Konsultativversammlung des Mouvement Réformateur die Ehre, die Ministerin für KMU und Selbstständige, Eléonore Simonet, für einen vertieften Austausch über die aktuellen Herausforderungen des belgischen Unternehmensgefüges zu empfangen.
In einem Kontext, der von aufeinanderfolgenden Krisen geprägt ist (Energiespannungen, internationale wirtschaftliche Unsicherheiten und wachsender administrativer Druck), ermöglichte dieses Treffen, konkrete Vorschläge aus der Praxis zu sammeln. Beiträge, die den nächsten Schritt des Regierungshandelns nähren werden: den KMU-Plan 2.0.
Eine gemeinsame Feststellung: die unternehmerische Energie befreien
Vor den Mitgliedern der Versammlung stellte die Ministerin eine klare Diagnose: Die belgischen KMU bleiben trotz ihrer Widerstandsfähigkeit durch zahlreiche Hindernisse gebremst.
Mit mehr als 1,3 Millionen Selbstständigen in Belgien, von denen ein wachsender Anteil im Nebenberuf tätig ist, stellt das Unternehmertum eine wesentliche Säule unserer Wirtschaft dar. Dennoch ist die Botschaft aus der Praxis eindeutig: zu viele Zwänge, zu viel Komplexität und ein dringender Bedarf an Vereinfachung.
Die von der Ministerin verteidigte Leitlinie ist klar: mehr Chancen, weniger Hindernisse.
Ein erster ambitionierter Plan, eine fortzusetzende Dynamik
Die Ministerin erinnerte an die großen Linien des ersten KMU-Plans, der aus 89 konkreten Maßnahmen besteht, mit dem Ziel unter anderem:
- Start-ups zu unterstützen und internationale Talente anzuziehen
- den Zugang zu Finanzierung zu verbessern
- Unternehmern eine echte zweite Chance zu bieten
- das weibliche Unternehmertum zu stärken
- unlauteren Wettbewerb zu bekämpfen
- die Verwaltungsabläufe drastisch zu vereinfachen
Wichtige Fortschritte wurden bereits erzielt, wie die Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs für Selbstständige, die Vereinfachung bestimmter administrativer Pflichten oder Maßnahmen zugunsten der Digitalisierung.
Der wesentliche Beitrag der Konsultativversammlung
Über die Präsentation der Regierung hinaus ermöglichte dieses Treffen vor allem einen direkten und ungefilterten Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern und Akteuren aus der Praxis.
Die Mitglieder der Versammlung konnten konkrete, manchmal alarmierende Erfahrungsberichte teilen:
- administrative Überlastung, die besonders auf Kleinstunternehmen lastet
- übermäßige Komplexität der Verpflichtungen im Zusammenhang mit Beschäftigung
- mangelnde Anerkennung der familiären Realitäten in kleinen Strukturen
- schwieriger Zugang zur Beschäftigung trotz Einstellungswillen
- zunehmender regulatorischer und mentaler Druck auf Selbstständige
Diese Rückmeldungen beleuchteten eine oft unterschätzte Realität: die mentale Belastung des Unternehmers, die zu einem zentralen Thema geworden ist.
Auf dem Weg zu einem gemeinsam erarbeiteten KMU-Plan 2.0
Die Ministerin bekräftigte klar: Genauso wie der KMU-Plan 2025 wird auch der nächste KMU-Plan das Ergebnis der Treffen der Ministerin mit den Akteuren aus der Praxis sein.
In dieser Perspektive werden die während dieser Konsultativversammlung formulierten Vorschläge direkt in die laufenden Überlegungen einfließen.
Zu den erörterten Ansätzen gehören:
- eine stärkere Differenzierung zwischen Kleinstunternehmen und Großunternehmen, insbesondere in Bezug auf die administrative Belastung
- eine weitere Vereinfachung der administrativen Pflichten
- eine bessere Berücksichtigung der Rolle mithelfender Familienangehöriger
Es sind kostengünstige Maßnahmen mit großer konkreter Wirkung.
Das Ziel ist klar: ein einfacheres, gerechteres und effizienteres Unternehmensumfeld aufzubauen.
Die Konsultativversammlung, eine Kraft für Vorschläge
Dieses Treffen veranschaulicht in vollem Umfang die Rolle der Konsultativversammlung der MR: ein Bindeglied zwischen der Praxis und dem politischen Handeln zu sein.