Ab dem 1. September entwickelt sich das PEB-Zertifikat in Wallonien weiter. Jedes neue Zertifikat wird künftig einen Renovierungsfahrplan enthalten.
Konkret wird sich der PEB nicht mehr darauf beschränken, dem Wohngebäude ein Energielabel zuzuweisen. Er wird auch angeben, welche Arbeiten vorrangig durchgeführt werden sollten, in welcher Reihenfolge und welche Energieeinsparungen davon zu erwarten sind.
Eine Weiterentwicklung, die jährlich rund 80.000 neue Zertifikate betreffen wird.
Ziel ist es, den Bürgern zu zeigen, wo sie vorrangig investieren sollten, wenn sie ihre Wohnung renovieren möchten.
„Wenn man seine Wohnung renovieren möchte, stellt sich oft zuerst die Frage, wo man anfangen soll. Wir möchten den Bürgern konkrete Hinweise geben, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen und ihre Arbeiten besser planen können.“
Diese Reform spiegelt die von der MR vertretene Linie wider: eine Energiewende, die begleitet statt zwingt, indem den Eigentümern konkrete Mittel gegeben werden, um ihre Wohnung schrittweise zu verbessern.
Die derzeit gültigen PEB-Zertifikate bleiben bis zu ihrem Ablaufdatum gültig.
Diese Weiterentwicklung ist ein erster Schritt. Cécile Neven bereitet zudem eine tiefgreifendere Reform der PEB-Berechnungsmethodik für den Zeitraum 2028-2029 vor, insbesondere um den Wohnkomfort bei starker Hitze besser zu berücksichtigen.
Mit der MR muss die energetische Renovierung realistisch, schrittweise und an die Möglichkeiten jedes Einzelnen angepasst sein.