Die Wallonische Regierung hat in dritter Lesung das Dekret FOREM/ÖSHZ verabschiedet, um die Kohärenz und die Effizienz der Betreuung von Arbeitsuchenden, die ÖSHZ-Leistungen erhalten, zu stärken
Dieses Dekret führt einen klaren Rahmen ein, um die Empfänger des Eingliederungseinkommens schnell zu aktivieren: verpflichtende Anmeldung beim FOREM innerhalb von vier Wochen nach Bewilligung der Hilfe, oder innerhalb von neunzig Tagen für diejenigen, die bereits betreut werden, wenn der Text am 1. Januar 2026 in Kraft tritt.
Der Minister erklärt: „Dieses Dekret zielt vor allem darauf ab, eine effizientere und kohärentere Betreuung für Menschen zu bieten, die sie benötigen. Durch die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen FOREM und den ÖSHZ schaffen wir eine echte Partnerschaft, die es jedem Begünstigten ermöglicht, eine ganzheitliche Betreuung zu erhalten, die soziale Begleitung mit Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung verbindet. Diese Synergie zwischen den beiden Akteuren wird es ermöglichen, klare Ziele und Ergebnisverpflichtungen festzulegen, unter Achtung der jeweiligen Aufgaben. “.
Eine verstärkte Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit zwischen den ÖSHZ und FOREM wird durch einen besseren Informationsaustausch und eine strukturierte Koordinierung der Maßnahmen gestärkt.
Diese strukturierte Zusammenarbeit verfolgt folgende Ziele:
- Den Weg des Begünstigten zu vereinfachen, indem Doppelbetreuung und administrative Widersprüche vermieden und gegebenenfalls die Kontinuität der Betreuung durch FOREM gewährleistet wird;
- Die Effizienz der Beschäftigungs- und Eingliederungspolitik zu stärken;
- Die öffentlichen Mittel besser mobilisieren rund um ein gemeinsames Ziel der sozialen und beruflichen Eingliederung.
- Einen integrierten Weg anbieten, um das Karussell der Sozialhilfen zu bekämpfen.
Das ÖSHZ informiert die Begünstigten über ihre Rechte und Pflichten, analysiert die soziale Situation des Begünstigten und steuert die Betreuung anhand der festgestellten Bedürfnisse, wobei der Weg zur Beschäftigung, wenn es dies für sinnvoll hält, an FOREM delegiert werden kann.
FOREM wird seinerseits seine Rolle als zentraler Akteur bei Orientierung, Ausbildung und (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt voll übernehmen, indem es sein Handeln mit der sozialen Betreuung durch die ÖSHZ abstimmt, um eine ganzheitliche und kohärente Begleitung der Begünstigten zu gewährleisten.
Instrumente zur Sicherung der Kohärenz
Alle Maßnahmen werden in der einheitlichen Akte des Arbeitsuchenden erfasst, was eine kohärente Betreuung gewährleistet, im Einklang mit der DSGVO.
Das Dekret sieht ebenfalls vor, dass die von FOREM festgestellten Verstöße an das ÖSHZ übermittelt werden, und regelt den Informationsaustausch.
Eine gemeinsame Steuerung
Um Transparenz und Effizienz zu gewährleisten, werden halbjährliche Absprachen auf strategischer, taktischer und operativer Ebene organisiert. Ein gemeinsamer Jahresbericht von FOREM und dem Verband der ÖSHZ wird eine Bestandsaufnahme der Anmeldungen, Betreuungen, Ausbildungen und Eingliederungen liefern.
„Mit dieser angepassten Betreuung wollen wir die Hand reichen und niemanden am Wegesrand zurücklassen“, schließt der Minister.