Für seinen ersten offiziellen Besuch als Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt wählte Boris Dilliès einen hochsymbolischen Ort: den Südbahnhof. Ein klares Signal. Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum sind eine Priorität der neuen Brüsseler Regierung.
In Begleitung des föderalen Innenministers Bernard Quintin, der Brüsseler Staatssekretärin für öffentliche Sauberkeit Audrey Henry sowie der Bürgermeister von Anderlecht und Vorst traf Boris Dilliès Polizeiverantwortliche, Bahnsicherheitsdienste und lokale Akteure rund um den Bahnhof.
Ein Bahnhofsplan von 10 Millionen Euro
Der Südbahnhof ist eines der wichtigsten Eingangstore der Hauptstadt. Täglich passieren dort tausende Pendler, Touristen und Investoren. „Er ist ein Schaufenster für Brüssel. Es gibt jedoch ein Imageproblem in Sachen Sicherheit und Sauberkeit. Die Menschen müssen sich dort sicher fühlen“, betonte Boris Dilliès nach seinem Besuch.
Die Regionalregierung sieht ein Budget von 10 Millionen Euro vor, um die Sicherheit zu verstärken, die Sauberkeit zu verbessern und die soziale Lage schutzbedürftiger Personen in den Vierteln rund um Süd- und Nordbahnhof besser zu begleiten.
Koordinierung zwischen der föderalen Ebene und der Region
Bei diesem Besuch fiel wiederholt ein Wort: Koordinierung. Am Südbahnhof treffen zahlreiche Akteure zusammen, lokale Polizei, Föderalpolizei, Securail, SNCB, Region, Gemeinden, oft mit unterschiedlichen Zuständigkeiten.
„Die vor Ort tätigen Akteure müssen besser koordiniert werden. Jeder arbeitet unter einer anderen Struktur, doch die Sicherheit muss kohärent und wirksam sein“, betonte Boris Dilliès.
Bernard Quintin erinnerte an das Engagement der föderalen Ebene, die Polizeieinsätze zu unterstützen und den Kampf gegen die Kriminalität zu verstärken, insbesondere im Bereich des Drogenhandels. Die Einsetzung eines regionalen Drogenkommissars fügt sich in diese Logik eines strukturierten Vorgehens ein.
Audrey Henry ihrerseits betonte die Bedeutung der Sauberkeit als Schlüsselfaktor für das Sicherheitsgefühl: eine saubere Stadt ist eine sicherere und einladendere Stadt.
Ordnung wiederherstellen und das Image Brüssels verbessern
Neben der Sicherheitsfrage geht es auch darum, das Image Brüssels wiederherzustellen. „Man hört zu oft, Brüssel sei die Hauptstadt der Betonblöcke. Das muss sich ändern. Als Ministerpräsident möchte ich, dass man sich überall und zu jeder Stunde sicher fühlt“, erklärte Boris Dilliès.
Dieser erste Besuch vor Ort veranschaulicht die Methode der MR: Präsenz vor Ort, Zusammenarbeit zwischen den Machtebenen und konkrete Entscheidungen. Mit dem Bahnhofsplan will die Regierung Dilliès Ordnung im öffentlichen Raum wiederherstellen und Sicherheit zu einer sichtbaren und bewusst getragenen Priorität machen.
Die Botschaft ist klar: Die Eingangstore Brüssels müssen wieder einladend, sauber und sicher werden.